Foto: pfefferschnitzel/Photocase

Foto: pfefferschnitzel/Photocase

13. Dezember 2012

Safranschnecken

Safranschnecken

Als Schwedin biete ich euch heute diese Safranschnecken (saffransbullar) – ich habe sie abgewandelt von den in Schweden alltäglichen Zimtschnecken (bullar) und dem zum Luciafest beliebten Safrangebäck „lussekatter“.

Zutaten für ca. 40 Stück:

150 g Butter (oder gute Margarine), 5 dl Milch, 50 g Hefe, 2 dl Zucker, ca. 1 TL Salz, 2 Tüten Safran, 14-15 dl Weizenmehl (ca. 840 – 900 g)

Für die Füllung: 200 g Mandelmasse oder Marzipan, 100 g Butter (oder gute Margarine), Zimt

Zusätzlich: 1 Ei, Hagelzucker sowie Muffinsformen aus Papier

Zubereitung:

1.)                Butter (oder Margarine) in einem Topf schmelzen. Milch dazugeben und auf ca. 37 Grad wärmen (Fingerwärme). Parallel die Hefe in eine Rührschüssel bröseln und einen Teil der Flüssigkeit darüber gießen und die Hefe auflösen.

2.)                Den Rest der Teigflüssigkeit, Zucker, Salz, den (eventuell im Mörser) gemahlenen  Safran und einen Großteil des Mehls dazugeben. Im Zweifel eher weniger als zu viel, dann kann er leichter gehen und wird insgesamt leichter. Den Teig kräftig rühren. Die Masse nun mit etwas Mehl bestäuben und zugedeckt in zugfreier und warmer Umgebung ca. 40 Minuten ”gehen” lassen.

3.)                Die Mandelmasse oder das Marzipan reiben, Butter oder Margarine entweder weich werden lassen der sogar leicht schmelzen.

4.)                Den Teig nun aus der Rührschüssel auf eine bemehlte Arbeitsfläche (oder Brett) legen, in zwei Teile schneiden und den Teig jeweils mit einem Nudelholz ausrollen.

5.)                Erst die weiche Butter (Margarine) daraufstreichen, dann die Mandelmasse (Marzipan) darauf verteilen und gemahlenen Zimt darüberstreuen.

6.)                Den Teig nun zusammenrollen und ca. 2 cm dicke Schnecken schneiden. Diese jeweils in eine Muffinsform auf ein Backblech legen und nun wieder abgedeckt ca. Eine halbe Stunde ”gehen” lassen. Wenn es keine Muffinsformen gibt, kann man die Schnecken auch auf ein Backpapier legen.

7.)                Den Ofen nun auf 250 Grad aufwärmen.

8.)                Die Schnecken nun mit Ei bestreichen und mit Hagelzucker bestreuen.

9.)                In der Mitte des Backofens ca. 8-10 Minuten backen.

Viel Genuss!

 

 

SAFRAN

Der echte Safran heißt auch Crocus sativus und ist eine Zwiebelpflanze mit violetten Blüten und 6 aufrechten Blütenblättern. Bekannt sind die orangegelben Narbenschenkel, die in getrockneter Form als Safrangewürz bekannt sind.

Safran ist nicht nur ein besonderes (auch besonders teures) Gewürz, sondern gilt auch bereits seit tausenden von Jahren als Heilmittel. Schon früh wurde ihm eine lebensverjüngende- und verlängernde Wirkung nachgesagt und als Mittel gegen Augenkrankheiten, bei Gicht, Lebererkrankungen oder Anämie erwähnt. In der ayurvedischen und chinesischen Heilkunde wird er auch heute viel verwendet und beispielsweise bei Kreislaufbeschwerden, Stoffwechselerkrankungen und Anämie eingesetzt. Bei Frauen soll er bei Unfruchtbarkeit, Wechseljahrsbeschwerden oder verschiedenen Entzündungen helfen, bei Männern soll er sich positiv auf die Potenz und die Spermienqualität auswirken. Safran soll eine krampflösende Wirkung haben, ist schmerzlindernd, nerven, magen-und herzstärkend, harntreibend und verdauungsfördernd. Er soll auch den Cholesterinspiegel senken und vor Arterienverkalkung schützen. Da Safran auch stärkend auf die Körper- und Blutzellen wirkt, hat er eine revitalisierende Wirkung. und sogar eine positive Wirkung auf leichte bis mittlere Depressionen. Was die positive Wirkung auf Tumore und auch Alzheimer und Demenz angeht, wird der Safran derzeit noch auf seine Eigenschaften untersucht.

Aber Achtung: Safran kann in zu hohen Dosen auch zu Vergiftungserscheinungen und sogar zum Tod führen! Die tödliche Dosis liegt wohl bei Erwachsenen bei 10-20 g, bei Kindern entsprechend darunter.

 

 

Falls es euch das LUCIAFEST interessiert:

In Schweden ist der 13. Dezember der Tag der Lichterkönigin, das LUCIAFEST.  Dieses Fest steht in der Tradition älterer Sonnenwendfeierlichkeiten und wird auch heute noch überall in Schweden gefeiert. Es ist der Tag, an dem die Lichterkönigin LUCIA (die Leuchtende) Licht in die dunkle Jahreszeit bringen soll, da es vor der Gregorianischen Kalenderreform der kürzeste Tag des Jahres war und auch der Gedenktag der Heiligen Lucia ist. Gefeiert wird oft schon am Morgen, in den Kindergärten, Schulen oder am Arbeitsplatz.

Lucia erscheint dann in ihrem langen weißen Kleid und einer Kerzenkrone auf dem Kopf. Begleitet wird sie von ebenfalls in weißen langen Kleidern gekleidete Mädchen und Jungen mit Kerzen in den Händen. Gesungen werden Lucialieder und gegessen wird Safrangebäck.

29. November 2012

Sauna

Aus der Reihe: „Wie komme ich fit, gesund und gemütlich durch Herbst und Winter?

Warum nicht in die Sauna gehen?! Das ist nicht nur entspannend, wohltuend, anregend, erfrischend und WÄRMEND! Regelmäßiges Saunieren mit dem anschließenden Abkühlen kann auch einige medizinisch positive Effekte auf den Stoffwechsel, das Herz-Kreislauf-System und das Immunsystem haben. Auch die Haut wird gut durchblutet und gereinigt, der natürliche Säureschutzmantel gestärkt.

Aber wie ist das mit dem Immunsystem, was passiert da eigentlich? Beim Saunieren ist es wohl für den Körper ähnlich wie bei einem Fieberschub. So steigt die Körpertemperatur an und bei regelmäßigem Saunieren ändern sich langfristig wohl die körperlichen Abwehrmechanismen dahingehend, dass mehr Abwehrzellen gebildet werden, die zum „Ausschalten“ der verschiedenen Krankheitserreger nötig sind.

Nur bitte NICHT krank oder kränkelnd in die Sauna gehen und auch nicht bei ernsteren Erkrankungen oder bei Herz-Kreislauf- oder Gefäßerkrankungen. Wenn ihr unsicher seid, bitte vorher die Heilpraktikerin oder den Arzt fragen. Oder umgekehrt… ;-)

Ansonsten: viel Entspannung, Wärme und Genuss!

 

1. November 2012

Die Praxis feiert Geburtstag!

DIE PRAXIS IST EIN JAHR JUNG!

Am 1.11.11 wurde die Praxis für Homöopathie, Naturheilkunde und Genuss offiziell neu eröffnet und feiert heute ihren allerersten Geburtstag…

Ich freue mich, auch auf die laufenden und neuen Begegnungen und Besuche!

23. Oktober 2012

Frisch gepresster Herbstsaft

AUS APFEL, KAROTTEN, TRAUBEN & INGWER

Für 2 große Gläser, ca. 600 ml:

1 Apfel (ca. 200 g), 4 Karotten (ca. 200 g), 100 -150 g Trauben, etwas Ingwer (ca. 10-20 g), 1 TL Sesam- oder Rapsöl

Ich empfehle Bio-Obst, dann muss man es nur waschen und die Karotten nur schälen, wenn die Schale sehr schmutzig ist. Das Obst so schneiden, dass die Stücke in den Entsafter passen.

Nun alle Teile durchpressen, 1 TL Öl dazugeben, gut umrühren und so frisch wie möglich trinken damit die vielen Inhaltsstoffe möglichst alle verwertet werden können.

Dieser frische Saft ist in dieser Mischung ein ideales Herbstgetränk! Er ist reinigend, gut für die Haut, antioxidativ und stärkend. Da er sich positiv auf die körpereigenen Abwehrkräfte und das Immunsystem auswirkt kann er auch gut als Vorbeugung gegen Erkältungen und Infekte sein.

Viel Genuss!

 

Im Einzelnen und ausführlicher, falls man dieses Obst oder auch anderes selbst mischen möchte:

Äpfel sind reich an Betacarotin, Folsäure, Vitamin C, Kalzium, Magnesium, Pektin, Phosphor und Kalium. Sie enthalten Spuren von B-Vitaminen, Vitamin E, Kupfer und Zink. Äpfel können den Cholesterinspiegel senken und wirken verschiedenen entzündlichen Erkrankungen entgegen.

Weintrauben sind reich an Kalzium, Magnesium, Phosphor, Flavonoiden, Kalium und den Vitaminen C und E. Sie enthalten Spuren der Vitamine B1, B2. B3, sowie von Kupfer, Eisen und Zink. Traubensaft ist antioxidativ und stärkend.

Karotten sind reich an Betacarotin, Biotin, Folsäure, Vitamin C, Kalzium, Magnesium und Kalium, Lezithin und Pektin. Enthält Spuren von B-Vitaminen, Eisen und Zink.

Die Inhaltsstoffe wirken nicht nur reinigend und sind gut für die Haut, sondern auch harntreibend, verdauungsfördernd, senken die Blutfettwerte und wirken zuckerausscheidend.

Rapsöl hat einen hohen Anteil an Alpha-Linolensäure, was sich vorteilhaft auf Herz- und Kreislauf auswirkt, zudem sollen Vitamin E und Karitonoide vor Krebs schützen. Rapsöl hat auch einen positiven Einfluss auf den Blutzucker- sowie Cholesterinspiegel.

Sesamöl setzt sich aus 42 % einfach ungesättigter Ölsäure, 13% gesättigter Fettsäure und ca. 44% mehrfach ungesättigter Linolsäure zusammen und ist reich an Mineralstoffen, Spurenelementen, Lecithin und Cholin (fettähnliche Substanz).

Es wirkt sich positiv auf die Blutgerinnung , sowie auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel aus, stärkt und schützt das Herz, festigt Knochen und Zähne. Die hochwertigen Inhaltsstoffe fördern das Wachstum der Zellen und mindern das Risiko, an Arteriosklerose zu erkranken.

Ingwer enthält einige Vitamine (B1, B2, B3, C) und viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, Mangan, Zink und Eisen. Er hat viele Eigenschaften, unter anderem regt er den Kreislauf, den Stoffwechsel und die Verdauung an und ist bekannt als Mittel bei Magen-Darmbeschwerden und bei Übelkeit und Erbrechen. Ingwer ist gerade in der kalten Jahreszeit besonders wohltuend, denn er ist nicht nur wärmend, sondern hat auch entzündungshemmende, antibakterielle und schmerzstillende Eigenschaften, stärkt das Immunsystem und ist hilfreich bei Erkältungen. Zusätzlich ist er antioxidativ, stützt das Herz-Kreislauf-System und kann den LDL-Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken.

 

Viel Wärme und guten Genuss!

12. September 2012

Erkältung ist nicht Erkältung

ERKÄLTUNG IST NICHT ERKÄLTUNG

Willkommen zurück – da ist sie wieder – die Erkältung, der Schnupfen, der Husten, die Grippe! Jetzt wo die Temperaturen wieder absinken, der Wind uns um die Nase und Ohren bläst, das Sommerende spürbar wird, erwischt es uns besonders gerne…

Erkältung ist nicht Erkältung, aber ein großes Thema und zeigt sich in den verschiedensten Varianten und mit unterschiedlicher Heftigkeit. Und sie wird uns in den kommenden Monaten wieder begleiten.  Mal mehr und mal (- hoffentlich!) weniger.

So kennen wir die Erkältung mit Schnupfen, mit Husten, mit Heiserkeit, mit Niesreiz, mit Ohrenschmerzen, mit Halsschmerzen, mit Kopfschmerzen, mit Gliederschmerzen, mit Augenbeteiligung, mit leichtem oder sogar mit hohem Fieber und die Grippe.

Erkältung ist nicht Erkältung und je nach Symptome gibt es die jeweils entsprechenden naturheilkundlichen Medikamente oder homöopathische Mittel.

–          So gibt es die Erkältung, die plötzlich und heftig beginnt, aber auch die die sich langsam entwickelt.

–          Die Erkältung, die durch kaltem Wind oder Zugluft ausgelöst wird oder durch Durchnässung,  oder bei feuchtkaltem Wetter;  und die,  die kommt, wenn es heiße Tage und kalte Nächte gibt

–          Auch die mit gutem Allgemeinbefinden oder wo man sich elendig fühlt, oder wie zerschlagen.

–          Die, wo man schnell gereizt ist, oder sich schlapp, benommen, müde und zittrig fühlt.

–          Die mit starken Glieder,- Muskel,- oder Knochenschmerzen, oder mit Kopf,- Ohren,- oder Halsschmerzen.

–          Die mit Kreislaufschwäche oder Schweißausbrüchen oder Übelkeit.

–          Die, wo man fröstelt und friert oder sogar Schüttelfrost bekommt.

–          Die, wo man durstig ist oder durstlos.

–          Usw.

Was nun?

Greift man zu den symptomunterdrückenden, also fiebersenkenden, hustenunterdrückenden, schmerzstillenden Medikamenten, vielleicht sogar zum Antibiotikum?

ODER gibt man vielleicht den Naturheilmitteln eine Chance und/oder der Homöopathie? Auch wenn es nicht DAS eine homöopathische Mittel gibt, sondern je nach den unterschiedlichen Symptomen und den auslösenden Faktoren jeweils unterschiedliche, so kann es schnell und sanft helfen.

Außerdem gibt es natürlich pflanzliche Hustensäfte und Erkältungsmittel, Tees und Anwendungen, die euch wieder schnell und längerfristig auf die Beine bringen können.

Apropos längerfristig – wer sich prophylaktisch auf die kälteren Jahreszeiten wappnen möchte, ich berate Sie gerne und erarbeite auch gerne ein für Sie individuelles Konzept zur Immunstärkung und besseren Abwehr.

Meine Praxis ist für SIE offen. Ich streike nicht!

;-)

Herzlich willkommen in der Praxis!

 

 

 

 

 

22. Mai 2012

Hopfen

HAPPY PAPAS  TAG!

Heute für euch, der Hopfen:

Der Hopfen ist eine Kletterpflanze mit zackigen Blättern und hübschen grüngelben Zapfen, die das Typische am Hopfen sind. Diese Zapfen werden auch in der Heilkunde verwendet.

Bekannt ist der Hopfen vor allem als Teil des Bieres, er erhöht dort die Haltbarkeit und verleiht dem Bier den würzig-herben Geschmack. Der Hopfen (auch Humulus lupulus – toller Name!), der aus der Pflanzenfamilieder Hanfgewähse (Cannabaceae) kommt, blüht von Mai bis in den August hinein und hat auch eine Menge an Heilwirkungen – unter anderem ist er antibakteriell, beruhigend, blutreinigend, entzündungshemmend, schmerzstillend und tonisierend. Vor allem bekannt ist dr Hopfen bei Schlafstörungen, Nervosität und nervösen Herzbeschwerden und Herzklopfen, aber er hilft auch bei Fieber, nervösen Magenbeschwerden, Magen- und Darmkrämpfen, bei Blasenentzündung, sowie bei Verdauungsschwäche. Weniger bekannt ist, dass Hopfen auch bei Menstruationskrämpfen und Wechseljahrsbeschwerden, Migräne und Blasensteinen, gegen Verstopfung und Haarausfall oder Migräne helfen kann und auch die Muttermilch fördern soll.

Anwendung: Vom Hopfen werden nur die Zapfen der weiblichen Pflanzen verwendet, sie wirken beruhigend und wegen ihrer Bitterstoffe bakterientötend.

Man kann Hopfen als Tinktur oder Tee oder in Form von Dragees einnehmen.

Hopfen ist ein wichtiger Bestandteil der meisten Beruhigungstees, man kann ihn aber auch alleine verwenden:  Dafür nimmt man 1-2 TL Hopfenzapfen, übergießt ihn mit heißem Wasser und lässt den Tee 5 bis 10 Minuten ziehen. Dann abgießen und in kleinen Schlucken trinken. Bei Unruhezuständen kann man mehrmals täglich eine Tasse trinken, bei Schlafstörungen sollte man den Tee etwa eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen trinken.

Oft wird der Hopfen in Kombination mit anderen bruhigend wirkenden Pflanzen, wie Melisse, Baldrian oder der Passionsblume verwendet.

In der Homöopathie ist Humulus lupulus (Hopfen) kein sehr verwendetes Mittel, wird aber manchmal zur Behandlung von unter anderem nervöser Unruhe, Schlafstörungen und Schlaflosigkeit, bei Hautleiden, bei Blasenreizung, Blasenkrämpfen, Schwäche oder auch Alkoholismus eingesetzt.

Ich wünsche einen schönen und durstigen Abend!

13. Mai 2012

Echinacea

HAPPY MAMAS TAG!

Für euch heute: eine „SONNENHUT“ – Blume, bekannt auch als ECHINACEA: wunderschön und abwehrsteigernd!

Echinacea wird sowohl in der Pflanzenheilkunde als auch in der Homöopathie oft eingesetzt. Besonders typisch für den Einsatz von Echinacea sind Infektionen infolge eines geschwächten Immunsystems, denn es stimuliert das Immunsystem und wirkt wohl bakteriostatisch.

Echinacea gibt es auch als homöopathisches Mittel, das gerne bei Erkältungserkrankungen, Entzündungen, Fieber und Abwehrschwäche verwendet wird.

Habt einen schönen Tag!

28. März 2012

Ölziehen

Das „Ölziehen“ ist eine traditionelle Entgiftungsform, und hat verschiedene Wirkungen, unter anderem stärkt es die Zähne, das Zahnfleisch und den Kiefer. Es beugt schlechtem Atem, Mundtrockenheit und rissigen Lippen vor und hilft gegen Aphten und Herpes im Mund. Vor allem aber kann das Ölziehen eine stark entgiftende Wirkung haben!

Da beim „Ölziehen“ die verschiedenen Krankheitserreger aus dem Organismus „gezogen“ werden, hat das eine stark antibakterielle und entgiftende Wirkung, nicht nur auf den Mundraum, sondern kann so auch den gesamten Organismus entlasten. Es kann Karies und Zahnfäulnis vorbeugen und kann darüber hinaus eine positive Wirkung auf Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme, bei Hauterkrankungen, Gelenkbeschwerden, Nieren- und Blasenleiden, Allergien, Erkältungskrankheiten und Frauenleiden haben, sowie bei chronischer Müdigkeit und Schlaflosigkeit hilfreich sein.

Wie gehe ich beim Ölziehen vor?
Direkt nach dem Aufstehen sollte man auf nüchternen Magen einen Esslöffel Öl in den Mund nehmen, bei Kindern (ab 6 Jahren ist diese Methode auch für sie geeignet) reicht ein Teelöffel aus. Das Öl wird jetzt ca. 10 Minuten im Mund hin und her bewegt, zwischendurch auch zwischen die Zähne durchgezogen und auch gekaut. Am besten entspannt „ziehen“, denn es kann sonst für die Kiefer anstrengend werden. Das Öl wird allmählich immer dünnflüssiger und heller. Wichtig ist, dass man das Öl nicht schluckt, denn die Bakterien und Erreger sollen ja raus aus dem Körper! Am besten spuckt man am Ende das Öl in die Toilette, spült sich dann mehrmals mit warmem Wasser den Mund aus und putzt sich gründlich die Zähne. Zusätzlich empfehle ich, eventuelle Zungenbeläge mit einem Zungenreiniger zu entfernen.

„GANDHUSA“ nennt sich die „Mundspülung“ in der Ayurveda und sie unterscheidet sich hinsichtlich der Zeitangabe: Hier ist die Spüldauer 2-3 Minuten, möchte man dann weiterspülen -bzw. ziehen sollte man einen neuen Schluck Öl verwenden, denn es soll verhindert werden, dass die im Öl gelösten Giftstoffe wieder in den Körper gelangen. Empfohlen wird hier wiederum, dass man mit dem Öl auch etwas gurgelt, um die Mandeln zu reinigen.

Das Ölziehen sollte man als „Ölziehkur“ über einen Zeitraum von zwei bis drei Wochen durchführen, bei Bedarf und bei chronischen Beschwerden auch länger und insgesamt gerne mehrmals pro Jahr.

Ich würde zwar nicht das „Ölziehen“ als einzige Maßnahme für eine „Entgiftung“ durchführen, aber empfehle es regelmäßig als EINE der Möglichkeiten – gerne als Kur zusammen mit anderen naturheilkundlichen Methoden und begleitend zu meiner homöopathischen Behandlung. Vor allem bei ernsten Erkrankungen empfehle ich natürlich, sich unbedingt auch mit Ärzten und/oder Heilpraktikern zu beraten.

Welches Öl kann man verwenden?

Hierzu gibt es verschiedene Meinungen. In der Ayurveda verwendet man kaltgepresstes Sesamöl. Ich habe aber auch Empfehlungen zu Rapsöl oder Hanföl gelesen, denn diese Öle enthalten zusätzlich Omega-3-Fettsäuren, die antientzündlich wirken sollen.

Wichtig ist, dass das Öl in Bio-Qualität verwendet wird, um den Körper nicht mit eventuellen Pestiziden aus den Ölen selbst zu belasten!

Voilà und gutes Gelingen!

Genuss im Alltag

Als Heilpraktikerin habe ich viel mit Menschen zu tun, die erkrankt sind, die aus der Balance geraten sind, die sich unzufrieden, überfordert oder einfach unwohl fühlen.

Unausgeglichenheit kann sich in Form von Erkrankungen zeigen, kann sich aber auch durch Schlafstörungen bemerkbar machen oder einem allgemeinen Unwohlsein. Mein Ziel ist es, dass sich meine Patientinnen und Patienten wieder wohl und gesund fühlen, dass sie zufriedener mit sich werden, das Zusammenspiel von Körper, Seele und Geist optimiert wird.

Entschleunigung
Kennen Sie den Begriff „Entschleunigung“? Er soll heißen, dem privaten oder beruflichen Streß entgegenzusteuern. Dass wir versuchen, wieder bewusster zu leben, uns Freiräume zu schaffen, wieder Zeit für die uns wichtigen Dinge nehmen.

Dieser Begriff ist nicht neu, aber es ist nicht immer leicht, das umzusetzen, was man sich wünschen würde, was einem gut tun würde, wieder mehr Genuss in den Alltag zu bringen.

Bewegungen wie „slow food“ finden nicht zufällig mehr und mehr Liebhaber, und auch die überwältigende Vielfalt an „Wellness“-Angeboten spricht diese Bedürfnisse an.

Haben wir verlernt, das Leben zu genießen?
Auffallend ist, dass viele Menschen trotz aller Möglichkeiten, trotz aller Freizeit- und Wellnessangebote unzufrieden sind, überfordert und kraftlos. Viele fühlen sich durch die Alltagsherausforderungen von Familie, Haushalt, Beruf und auch Freizeitaktivitäten wie in einem Hamsterrad. Einmal darin, können sogar das soziale Leben oder Hobbies zum Stressfaktor werden.

WO haben wir denn bei all diesen täglichen Herausforderungen und Belastungen die Möglichkeit, uns etwas Gutes zu tun? Wo bieten sich Möglichkeiten, Zeit für die schönen Dinge des Lebens einzubauen?
WIE können wir unser Leben wieder „entschleunigen“? Wie können wir Zeit optimieren, Abläufe vereinfachen, Prioritäten besser setzen? Mehr noch:
WAS sind unsere Wünsche und wie können wir sie umsetzen?

Mehr vom Leben haben
Manchmal hilft schon ein Gespräch, die Probleme zu analysieren und den Alltag angenehmer zu gestalten. Ich helfe Ihnen gerne dabei!

Gerne begleite ich Sie homöopathisch und mit all den naturheilkundlichen therapeutischen Möglichkeiten, die sich individuell für Sie und Ihre Lebenssituation anbieten.

Zusätzlich aber sollen meine Tipps auch kleine Anregungen sein, in Ihrem Alltag BEWUSST schöne Momente einzubauen.

Meine Tipps sind sehr unterschiedlich: Oft sind es Ernährungshinweise, denn manchmal ist der kleine Genuss eines besonderen Tees oder ein ausgewogenes Rezept schon hilfreich. Ich biete Tipps für Gesundheit, Genuss und Schönheit an oder Übungen zur Entspannung und zur inneren Reinigung – all das lässt sich gut im Alltag einbauen.

Bestimmt sind auch Ratschläge dabei, dass Sie sich einen Ruck geben, das zu tun, was Sie vielleicht ohnehin längst tun wollten. Ich denke da an den Freund/die Freundin, die Sie längst treffen wollten, den Theaterbesuch, der dann doch nie etwas wird, den Yoga-Kurs, an dem Sie schon lange nicht mehr teilgenommen haben, den Spaziergang im Wald …

Lotta Herrgesell
In diesem Sinne –
VIEL SPASS & VOLLEN GENUSS!

22. Februar 2012

Heißwasser-Trinkkur

Grundsätzlich ist das regelmäßige Trinken von heißem Wasser eine einfache ayurvedische (Ayurveda ist die traditionelle indische Heilkunst) Empfehlung, besonders passend jetzt zu Beginn der Fasten- und für viele Entschlackungszeit.

Für diese Trinkkur braucht man einfach nur Wasser, einen Kochtopf und möglichst auch eine Thermoskanne, um das Wasser warm zu halten. Das Wasser sollte chlorfrei sein und ohne Kohlensäure, am besten eignet sich (sofern vorhanden) Leitungswasser, ein Tafelwasser oder ein mineralstoffarmes Mineralwasser. Man lässt das Wasser in einem Topf offen 10 bis 15 Minuten köcheln, wodurch die Clusterstruktur des Wassers aufgebrochen und das Wasser mit Energie angereichert wird. Das Wasser ist jetzt völlig neutral, schmeckt nun auch süßlich und kann gut die wasserlöslichen Toxine und „Schlacken“ aus den Körpergeweben mitnehmen.

Das heiße Wasser soll möglichst über den Tag verteilt getrunken werden, vordergründig dabei ist die Regelmäßigkeit, am besten halbstündlich einige Schlucke trinken. Empfohlen wird die Trinkkur in der Ayurveda 1-2 Mal wöchentlich.

Es ist nicht nur eine wertvolle Unterstützung der Verdauung, sondern auch der Entgiftung und Entschlackung, sei es im Rahmen einer bewussten Kur oder auch im Alltag.

Zusätzlich kann das Wasser Heißhungerattacken vermindern und ist somit auch ein wertvoller Begleiter während einer Fastenkur.

Sollte man die Verdauung noch mehr anregen und auch die Eigenschaften des Ingwers nutzen wollen, so ist es durchaus auch möglich, einige Scheiben Ingwer mit zu köcheln.