Foto: pfefferschnitzel/Photocase

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15. Februar 2012

Semlor – Hefegebäck für die Faschingszeit

Zugegeben, dieses Rezept ist nicht wirklich „gesund“ und eigentlich auch reines „Hüftgold“, aber dafür sehr lecker und Genuss pur und passend für diese letzte Faschingswoche.

„Semlor“ kommt aus Schweden. Dabei handelt es sich um ein traditionelles gefülltes Gebäck zur Faschingszeit. Ursprünglich wurde es nur zum Faschingsdienstag gebacken, heute entkommt man dem Süßgebäck von Weihnachten bis zu den Osterfeiertagen kaum, so beliebt ist es.

Eine schwedische „semla“ ist mit der süddeutsch-österreichischen Semmel verwandt, da sie ursprünglich ohne Füllung hergestellt wurde. Traditionell wurde sie früher in einem tiefen Teller mit heißer Milch und mit Zimt bestreut serviert.

Da in der schwedischen Küche fast ausschließlich Volumenmaße verwendet werden, verwende ich auch hier die Originalangaben, wie in allen Rezepten, die ich aus Schweden kenne. Das Kochen und Backen ist so auch sehr einfach, man braucht keine Waage und die nötigen Maße bekommt man beispielsweise in großen schwedischen Möbelhäusern. ;-)
1 dl (Deziliter) entspricht 100 ml (Milliliter).

Zutaten für ca. 12 Stück:
75g Butter oder Margarine; 2 ½ dl Milch, 30 g Hefe, ¼ TL Salz, ¾ dl Zucker, 1 TL gemahlenen Kardamomen, 7-7 ½ dl Weizenmehl, 1 Ei zum Bepinseln

Für die Füllung:
100 g gemahlene Mandeln und 1 ½ dl Zucker oder 200 g gekaufte Mandelmasse bzw. Marzipanmasse; ca. 300 ml Sahne

Zubereitung:
Erst die Butter bzw. Margarine in einem Topf schmelzen, dann die Milch zugießen, bis sie lauwarm wird, auf ca. 37 Grad. Die Hefe wird in einer Schüssel zerkrümelt (wenn man Frischhefe verwendet) und mit der Fett-Milch-Mischung verrührt bis sie sich auflöst. Salz, Zucker und Kardamomen beifügen und einen großen Teil des Mehls. Nun den Teig kräftig rühren, bis er eine geschmeidige Konsistenz hat und Fäden zieht. Mit einem Tuch abdecken und 30-40 Minuten an einem Ort gehen lassen, der zugluftfrei ist.

Anschließend den Teig nochmal auf einer bemehlten Fläche mit dem verbleibenden Mehl durchkneten, bis er eine gute Konsistenz hat.

Nun 12 kleine Bällchen formen, auf ein bemehltes oder mit Backpapier belegtes Backblech setzen und weitere 30 Minuten zugedeckt gehen lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 220 – 250 Grad erhitzen. Mit einem verquirlten Ei bepinseln und 8-10 Minuten auf der mittleren Schiene backen, bis die Bällchen eine goldbraune Farbe haben. Jeder Backofen bäckt anders, daher gerne auch eine etwas geringere Temperatur verwenden, damit der Boden der „semlor“ nicht zu dunkel wird und im Zweifel etwas länger backen.

Nun auskühlen lassen und in der Zwischenzeit die Füllung fertigstellen: Dazu werden die Deckel der „semlor“ abgeschnitten und die „semlor“ ausgehöhlt. Jetzt entweder die Mandeln schälen, mahlen und mit dem Zucker und der zerkrümelten „semlor“-Masse vermischen; oder die gekaufte Mandelmasse fein schneiden und mit etwas Milch zu einer cremigen Füllung verrühren. Die Sahne steif schlagen und süßen.

Zuletzt kommt die Füllung wieder in die „semlor“. Sahne obendrauf, Deckel darüber und mit Puderzucker bestäuben.

Gutes Gelingen und vollen Genuss! Smaklig måltid!

21. Januar 2012

Bananen-Sahne-Maske

Im Winter trocknet die Haut besonders schnell aus. Hauptgrund dafür sind die Heizungen. Dagegen kann folgende, einfach herzustellende Maske helfen: Man zerdrückt eine halbe Banane und verrührt diese mit einem Teelöffel süßer Sahne. Man trägt die Masse auf und lässt sie etwa 10 bis 20 Minuten einwirken, so wie man Zeit hat und es sich angenehm anfühlt. Diese Maske gibt der Haut viel Feuchtigkeit und macht sie geschmeidig.

16. Januar 2012

Kartoffelsuppe mit Pekannüssen

Zutaten für 4 Personen:
500 g mehlig kochende Kartoffeln, 2 Stangen Lauch, 1 Knoblauchzehe, 1 Mohrrübe, 1 Zwiebel, 2 EL Butter, 1,2 l Gemüsebrühe, 1 Lorbeerblatt, 1 Prise gemahlener Kümmel, ca. 2 cm Ingwer, Salz , Pfeffer aus der Mühle, 2 EL Crème fraîche; 50 g gehackte Pekannüsse, 1 EL Öl



Zubereitung:
Die Kartoffeln schälen und klein schneiden, den Lauch putzen. Die weißen und hellgrünen Teile grob hacken. Ingwer, Zwiebel und Knoblauch schälen und fein hacken. Karotte schälen und in Würfel schneiden. 
Die Butter in einem großen Topf erwärmen und Lauch, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Mohrrübe darin bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren anbraten. Kartoffeln zufügen und kurz mitbraten. 
Jetzt die Gemüsebrühe zugießen, Lorbeerblatt und Kümmel unterrühren und zugedeckt bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten köcheln lassen. Das Lorbeerblatt entfernen. Die Suppe mit dem Pürierstab oder im Mixer pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken und Crème fraîche unterrühren. 
Nüsse in einer Pfanne in wenig und nicht zu heißem Öl kurz anrösten. Die Suppe mit den Nüssen bestreut servieren.
Viel Genuss!

10. Januar 2012

Hustensaft aus schwarzem Rettich

Diesen Hustensaft kann man leicht selbst herstellen und er schmeckt auch vielen Kindern sehr gut.

Es gibt verschiedene Methoden, den Rettich-Sirup herzustellen. Diese hier ist am einfachsten: Sie schneiden erst vom oberen Teil des Rettichs einen Deckel ab. Der möglichst runde Rettich wird mit einem Löffel bis auf ca. 1 cm Wanddicke ausgehöhlt. Sie legen ihn auf einen Teller und füllen den Hohlraum mit Kandis, Zucker oder Honig. Dann decken Sie den Rettich wieder mit dem Deckel zu und lassen ihn über Nacht stehen.

Der Zucker zieht die Feuchtigkeit samt heilsame Stoffe aus dem Rettich. So entsteht ein Hustensaft, der morgens und nach Auffüllen mit Honig/Kandis/Zucker auch wieder abends getrunken werden kann. Das klappt einige Tage lang, bis kein Saft mehr entsteht, die Rübe geschrumpft und „leer“ ist.

Ein schwarzer Rettich kann bis zu 100 ml Rettich-Sirup geben.
Kinder ab zwei Jahren und natürlich auch Erwachsene nehmen davon 1-3 Teelöffel bis zu 4 Mal täglich.

Schwarzer Rettich wird passend zur Hustenzeit ab Oktober geerntet und ist den ganzen Winter über aus Lagerbeständen erhältlich. Er kann schleim- und krampflösend wirken und somit auch bei Keuchhusten eingesetzt werden. Rettich hat viele Eigenschaften: er ist antibakteriell, fungizid, blutreinigend, harntreibend, stärkt das Immunsystem, regt den Stoffwechsel an und kann bei Appetitlosigkeit und Verdauungsschwäche hilfreich sein.

Da der Rettich viele Mineralstoffe und Vitamine, besonders aber viel Vitamin C enthält, eignet sich das scharfe Wurzelgemüse in den kalten Monaten als tolle Beilage.

2. Januar 2012

Der Ingwer im Winter

Winter
Der Winter ist die Zeit der Dunkelheit und Ruhe. Heizung und Elektrizität erleichtern uns heute die Umstellung – und trotzdem fühlen die meisten Menschen die stärkere Müdigkeit und Lustlosigkeit. Viele sehnen, je länger der Winter andauert, den Frühling herbei, freuen sich bewusst auf die helleren und wärmeren Tage.

Da wir aber keine Murmeltiere sind, ist uns der Winterschlaf nicht gegeben. Wir können diese Jahreszeit nehmen, wie sie ist, sie genießen, und die Zeit nutzen, aufräumen, uns erholen und es uns gemütlich machen.

Der Winter ist eine gute Zeit zu reflektieren, die Stille zu genießen, neue Kraft zu entwickeln, sich neue oder andere Ziele zu stecken und zu planen – bis sie wieder kommen, die längeren, wärmeren und helleren Tage!

Ingwer
Ein Tipp zum Wärmen und Stärken, gerade jetzt, ist Ingwer. Ingwer enthält einige Vitamine (vor allem Vitamin C) und viele wertvolle Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Mangan, Zink und Eisen. Es regt den Stoffwechsel und die Verdauung an und ist bekannt als Mittel bei Magen-Darmbeschwerden und bei Übelkeit und Erbrechen, daher auch bewährt bei „Reisekrankheit“. Ingwer hat entzündungshemmende, antibakterielle und schmerzstillende Eigenschaften, stärkt das Immunsystem und ist hilfreich bei Erkältungen. Zusätzlich stützt Ingwer das Herz-Kreislauf-System und kann den LDL-Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken.

Machen Sie sich regelmäßig einen frischen Ingwertee: Frischen Ingwer schälen und in feine Scheiben schneiden. Dann gießen Sie kochendes Wasser über die Scheiben und lassen den Wurzeltee bis zu 15 Minuten ziehen. Auf 200 ml Wasser sollte man 3-5 Scheiben nehmen, je nachdem, wie intensiv man den Geschmack haben möchte. Davon abhängig ist auch, wie lange man die Scheiben in der Kanne belässt. Nach Belieben kann man den Tee mit Honig oder Zitronensaft ergänzen.
Viel Wärme und guten Genuss!